GEZ Tax: Why You Must Pay the 18.36€ Rundfunkbeitrag

Rundfunkbeitrag
Jun 26, 2026
🤔 Confused & Surprised
6 min read at B2
By Editorial Team

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B2 Focus

Nuanced understanding of institutional vocabulary and expressing frustration politely.

Grammar Topics

Extended adjective and participle constructions (der neu angekommene Einwanderer).Subjunctive II for hypothetical situations (als ob es ein Witz wäre).Complex passive structures with modal verbs (muss bezahlt werden).
Kaum hatte Petar das bürokratische Hindernis der Wohnungsanmeldung hinter sich gelassen, wartete bereits die nächste Überraschung im Briefkasten. Der unscheinbare weiße Umschlag wirkte auf den ersten Blick wie unwichtige Werbung, doch das Logo von „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ verriet, dass es sich um offizielle Post handelte. Er überflog das dichte Juristendeutsch. Im Kern ging es um eine Zahl, die fett gedruckt in der Mitte der Seite prangte: 18,36 Euro. Monatlich. Für die Bereitstellung von Rundfunkprogrammen. Petar schmunzelte. In seinem möblierten Zimmer stand weder ein Fernseher noch ein Radio. Er streamte ab und zu Serien auf seinem Laptop, aber deutsches Fernsehen? Fehlanzeige. In vielen Expat-Foren hatte er gelesen, dass Betrüger versuchen, neu angekommenen Ausländern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Er hielt den Brief für genau so eine Masche und ließ ihn achtlos auf den Stapel mit alten Zeitungen fallen. Als er am nächsten Tag im Büro beiläufig von diesem „dreisten Betrugsversuch“ erzählte, änderte sich die Mimik seines Kollegen Max schlagartig. „Hast du das Schreiben ignoriert?“, fragte Max, wobei seine Stimme plötzlich sehr ernst klang. „Klar. Ich habe keinen Fernseher, also warum sollte ich zahlen?“, erwiderte Petar und zuckte mit den Schultern. Max seufzte tief, als müsste er einem Kind erklären, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. „Petar, das ist kein Betrug. Das ist der Rundfunkbeitrag, früher hieß das GEZ. Und er ist absolut unvermeidlich.“ Petar runzelte die Stirn. „Wie haben die überhaupt meine Adresse bekommen?“ „Sobald du dich beim Bürgeramt anmeldest, werden deine Daten durch den Meldedatenabgleich automatisch an den Beitragsservice weitergeleitet. Sie wissen, dass du da bist“, erklärte Max. „Und das Gesetz ist sehr simpel: Pro Wohnung muss ein Beitrag gezahlt werden, völlig unabhängig davon, ob du die entsprechenden Geräte besitzt oder das Programm überhaupt nutzt. Es gilt das Prinzip einer Solidargemeinschaft zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“ Petar rieb sich die Schläfen. Die Logik schien ihm völlig absurd. „Aber das ist doch ungerecht. Und wenn ich einfach nicht zahle?“ „Dann beginnt ein Prozess, den du nicht erleben willst“, warnte Max eindringlich. „Erst kommen Mahnungen mit saftigen Gebühren. Wenn du die weiterhin ignorierst, geht es an ein Inkassounternehmen oder den Zoll. Im schlimmsten Fall kommt es zur Kontopfändung. Glaube mir, mit denen legt man sich nicht an.“ Petar schluckte. Ein ungutes Gefühl machte sich in seiner Magengegend breit. Sobald er an diesem Abend seine Wohnungstür hinter sich schloss, fischte er den Brief aus dem Altpapier. Er setzte sich an seinen Laptop, loggte sich auf der Webseite ein und erteilte ein SEPA-Lastschriftmandat. Es waren zwar nur 18,36 Euro, aber es fühlte sich an wie eine Art inoffizielle Eintrittsgebühr für das Leben in Deutschland.

Quick Tip

The Rundfunkbeitrag is often colloquially still called 'GEZ'. It uses registration data from the Bürgeramt, which is why letters arrive automatically after moving.